Anreise: Unterkunft in Bandol

Das Hotel Key Largo liegt an der südlichen Spitze von Bandol

Übernachtung in Bandol

Die erste Etappe unserer Fernwanderung startet in Bandol, einer kleinen Stadt an der Côte d’Azur, und ist mit 20 km Länge durchaus anstrengend. Es ist daher empfehlenswert, die Anreise so zu planen, dass man am Anreisetag bereits in Bandol übernachtet, und am nächsten Tag direkt morgens loswandern kann.

Wir haben auf unserer Tour im Hotel Key Largo übernachtet, das sich an der südlichen Spitze von Bandol befindet. Vom Frühstücksraum des Hotels hat man einen tollen Blick auf die kleine, vorgelagerte Insel Île de Bendor. Diese gehört zum Imperium von Paul Ricard, der es mit seiner Pastis-Marke zu sehr viel Wohlstand gebracht hat. Die Insel ist mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel (weitere Infos unter www.lesilespaulricard.com).

Die Ausflugsinsel Île de Bendor im Morgenlicht

Zurück zum Hotel: Das  2-Sterne-Hotel Key Largo ist direkt am Startpunkt unserer Fernwanderung gelegen und bietet u.E. ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis mit neuen Bädern und sauberen Zimmern. Der größte Pluspunkt ist das liebevoll zubereitete Frühstück mit vielen hausgemachten Köstlichkeiten!

Tipp: Wer mit dem Auto anreist, kann direkt vor dem Hotel den kostenlosen Parkplatz „Parking Deferrari“ nutzen und sein Auto ggf. die ganze Wanderung über dort stehen lassen (ohne Überwachung).

Panoramafenster im Hotel Key Largo mit Blick auf die Île de Bendor und den kostenlosen Parkplatz

Eher einfache, aber saubere Zimmer im Hotel Key Largo in Bandol

Hotel Key Largo: Neu renovierte Badezimmer

Liebevoll zubereitetes Frühstück im Hotel Key Largo

Etappe 1: Unterkunft

Das Boutique-Hotel Bérard verteilt sich auf mehrere Gebäude - die Rezeption ist im Gebäude rechts im Bild untergebracht

Übernachten in La Cadière-d'Azur

La Cadière-d'Azur liegt wenige Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt auf einem von Weinbergen und Landwirtschaft umgebenen Hügel. Das Zentrum von La Cadière-d'Azur besteht im Wesentlichen aus dem länglichen Rathausplatz und der an ihm vorbeilaufenden Straße. Hier haben sich mehrere Restaurants, die Post, eine Bar, ein Bäcker, ein Lebensmittelladen und ein Obst- und Gemüsehändler niedergelassen. Ein Ort, der auf Grund seiner Kompaktheit gut als Kulisse für ein Französich-Lehrbuch dienen könnte. Belebt, aber nicht überlaufen - mehr braucht es nach einem Wandertag auch nicht!

Allerdings ist die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten hier etwas beschränkt: Direkt im Zentrum neben der Post befindet sich das Boutique-Hotel Bérard mit angeschlossenem Sterne-Restaurant (1 Michelin-Stern). Dort haben wir auf unserer Wanderung übernachtet (Doppelzimmer ohne Frühstück in der Regel mind. 110€). Die Aussicht vom Balkon war toll, das Zimmer in Ordnung, aber recht klein. Dafür ist man aber mitten im Ortskern.

Die einzige uns bekannte Alternative in La Cadière-d'Azur ist das außerhalb gelegene Bed&Breakfast (französisch: Chambre d'hôtesLes Oliviers La Cadiere. Dort vermietet ein französisches Ehepaar in einer Villa mit Pool genau ein Gästezimmer mit eigenem Bad und Frühstück.

Schöne Aussicht vom Zimmerbalkon im Boutique-Hotel Hostellerie Berard & Spa

Badezimmer im Boutique-Hotel Bérard

Klassische, teilweise etwas enge Zimmer im einzigen Hotel in La Cadièr-d'Azur

Etappe 2: Unterkunft

Übernachten in La Ciotat

La Ciotat ist zwar in erste Linie eine Industrie- und Hafenstadt, hat aber auch eine kleine Altstadt mit Fußgängerzone. Genau dort befindet sich auch La Maison d'Odette, ein kürzlich renoviertes Stadthaus, in dem drei großzügige Gästezimmer vermietet werden (ein Mini-Appartement je Etage).

Das sehr geschmackvoll mit Elementen aus den 30er-Jahren sowie WiFi, Flatscreen und Nespresso-Kaffee-Maschine ausgestattete Bed&Breakfast wird von Camille und ihrem Team betrieben, denen auch das Café de l'Horologe direkt gegenüber gehört. Das Café dient deshalb als Rezeption und serviert auch das Frühstück.

Wir haben uns in der Maison d'Odette sehr wohl gefühlt und empfehlen dieses liebenswerte Bed&Breakfast in La Ciotat deshalb gerne weiter!

Kaffee oder doch lieber Tee? Liebevoll gemachte Details im "La Maison d'Odette"

Das Café de L'Horologe ist Rezeption und Frühstücksraum des "La Maison d'Odette"

Etappe 3: Unterkunft

Begrünter Innenhof mit Restaurant im Hotel "Le Clos des Arômes"

Übernachtung in Cassis

Das kleine Hafenstädtchen Cassis ist mit seiner Lage in mehrfacher Hinsicht begünstigt: Von Cassis aus genießt man einen herrlichen Blick auf die Klippen des Cap Canaille, dazu gibt es in Cassis neben dem Hafen im Ortskern zusätzlich noch einen großen Naturhafen. Außerdem ist der Ort ein idealer Ausgangspunkt für Exkursionen aller Art in den Parc National des Calanques. Und nicht zu vergessen: in Cassis beginnt mit der Côte d’Azur Frankreichs bekannteste und teuerste Küstenregion! Auch die Tatsache, dass Marseille nur 30 km entfernt liegt, sorgt nicht gerade für günstige Preise. Cassis lebt vom Tourismus und entsprechend groß ist das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, diese sind aber in der Regel eher hochpreisig.

Trotz relativ ausführlicher Recherche im Vorfeld und direkt vor Ort haben wir deshalb keine wirklich heiße Hotelempfehlung für Cassis. Einen Haken gibt es immer: entweder sind die Zimmer relativ teuer oder zwar etwas günstiger, dafür aber sehr klein, weiter außerhalb, schlecht bewertet oder zu einer Durchgangsstraße hin gelegen.

Tipp: viele Hotels und Pensionen in Cassis planen mit einem Mindestaufenthalt von 2 Nächten. Wer an diesem schönen Ort in der Mitte der Fernwanderung daher einen Ruhetag einlegt, hat in der Regel eine größere und bessere Auswahl an Unterkünften.

Wir selbst haben uns auf unserer Tour für das Le Clos des Arômes und somit für eines der eher günstigen Hotels entschieden. Das Hotel liegt relativ ruhig am oberen Ende der Altstadt und verfügt über einen großen, begrünten Innenhof mit gut besuchtem Restaurant. Wir haben dort zwei verschiedene Zimmer ausprobiert: die Standard-Doppelzimmer sind schlicht und okay (ca. 100€ + Frühstück), im Economy-Doppelzimmer (80€ + Frühstück) ist das Bad jedoch so beengt, dass es beschwerlich ist, die Toilette zu benutzen.

Als Alternative hatten wir damals noch das im Vergleich etwas teurere Hotel Le Golf im Auge, dort scheinen zumindest die Zimmer mit Meerblick ordentlich zu sein.

Das Hotel le Golf liegt direkt am Hafenbecken von Cassis

Das Standard-Doppelzimmer im "Le Clos des Arômes"

Eines der Bäder in den Standard-Doppelzimmern des "Le Clos des Arômes"

Etappe 4: Unterkunft

Eines der Gästezimmer von William

Übernachten am Rande des Parc National des Calanques

Im Naturschutzgebiet Parc National des Calanques selbst gibt es keine Unterkünfte, so dass wir am Ende von Etappe 4 für die Übernachtung auf den südlichen Stadtrand von Marseille ausweichen müssen. Dazu gibt es mehrere Alternativen:

  1. Übernachtung bei William, der in einem der ersten Häuser am Rande des Nationalparks unter www.legaragedescalanques.com mehrere Gästezimmer bzw. Appartements anbietet (Alternativ auch via Airbnb buchbar). William arbeitet als Photograph und hat die Zimmer mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Auf Wunsch bietet William zusätzlich ein Frühstück an (ab 2 Personen, je 7,50€). Dies ist empfehlenswert, da es in direkter Umgebung der Unterkunft keine Bäckerei und keinen Supermarkt gibt. Für das Abendessen ist vor Ort jedoch gesorgt: Am Ende der Straße liegt die Pizzeria "Chez Ze". Gerade am Wochenende ist diese Pizzeria sehr gut besucht, so dass es tatsächlich ratsam ist, dort direkt beim Vorbeiwandern am Ende von Etappe 4 einen Tisch zu reservieren. Wer sich lieber selbst versorgt: In ca. 1,3 km Entfernung gerade aus die Hauptstraße hinunter gibt es einen kleinen Obst- und Gemüse-Händler mit lokalem Käse und wenige Meter danach eine Bäckerei. Der nächste richtige Supermarkt ist über 2 km entfernt. Allerdings ist der Weg dorthin alles andere als reizend: man kommt zunächst an einer Justizvollzugsanstalt vorbei und trifft dann auf relativ großformatige Wohnblöcke, die in scharfem Kontrast zum nahen Naturschutzgebiet stehen. Unser Vorschlag deshalb: Übernachtung bei William mit Frühstück, Abendessen in der Pizzeria und Auffüllen der Wasserflaschen für den nächsten Tag mit Wasser aus dem Hahn. Proviant für die nächste Etappe wird nämlich nicht unbedingt benötigt - siehe Einkehrmöglichkeiten auf Etappe 5.
  2. Falls die Gästezimmer von William ausgebucht sein sollten bzw. für diejenigen, die etwas mehr Komfort möchten gibt es mit dem Hôtel 96 eine interessante Alternative: Zwar hat man dann einen ca. 2 km längeren Weg (vorbei am Gefängnis, siehe oben), landet dann aber in einer gepflegten, parkähnlichen Anlage mit sehr viel Komfort, großen Zimmern und Pool.
  3. Als letzte Alternative besteht mindestens stündlich eine Busverbindung mit Linie 22 in Richtung Marseille Zentrum mit vielen weiteren Hotels (Abfahrt ungefähr auf Höhe des Hauses von William).

William betreibt seine kleine Pension unter dem Namen "Le Garage des Calanques"

Das Gästezimmer und eines der Appartements werden auch für einzelne Nächte vermietet.

Etappe 5: Unterkunft

Übernachtung in Marseille

Die letzte Etappe unserer Küsten-Fernwanderung endet in einem Vorort von Marseille - was also liegt näher, als sich diese interessante Stadt im Anschluss ein paar Tage lang anzuschauen? Hotels, Pensionen und Unterkünfte gibt es dort logischerweise für alle Geschmäcker und Vorlieben, so dass es hier nicht nötig ist, irgend eine spezielle Unterkunft zu empfehlen. Wer von der Auswahl erschlagen wird: Anbei in Link zur Liste der sehr gut bis hervorragend bewerteten Unterkünfte in Marseille bei booking.com.